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Rosenkönigin Stefanie I. :“Es war aufregend, spannend, vielseitig und manchmal angenehm anstrengend“
Begegnungen - Veröffentlicht am 10.06.2016 13:22 von Helmut Fleischhauer

Am Samstag vor zwei Wochen traf ich mich mit der königlichen Familie im Restaurant Rosenflair zu einer Plauderei über die zweijährige Amtszeit von Rosenkönigin Stefanie I. Begleitet wurde sie von ihrem Mann 'Prinzgemahl' Hendrik und den beiden Kinder 'Prinzessin' Martha und 'Prinz' Gregor. Während der Rosengartenfesttage Ende Juni wird Stefanie I. ihre Nachfolgerin zur 26. Forster Rosenkönigin krönen.

Meine erste Frage ging an Martha.
Helmut P. Fleischhauer: „Was war das für ein Gefühl als vor zwei Jahren Deine Mama Rosenkönigin wurde? Möchtest Du auch einmal Rosenkönigin werden?“
Martha: „Mein Bruder und ich wussten ja nichts davon. Das war eine riesige Überraschung. Ich war so stolz auf sie und konnte ein paar Freudentränen nicht zurückhalten. Ob ich einmal Rosenkönigin werden möchte… vielleicht … ich weiß es noch nicht.“
Ihr Bruder Gregor, der später dazu kam, da er an einem Wettkampf der Freiwilligen Feuerwehr teilgenommen hatte, sagte ebenfalls: „Ja, ich bin so richtig stolz auf Mama.“

hpf: „Stefanie, nun eine Frage, die Du bestimmt erwartest hast. Du hattest in den zwei Jahren recht viele Termine. Gibt es einen ganz besonderen Höhepunkt?“
Stefanie I.: „Ja, ich dachte mir schon, dass du danach fragst. In meinem Terminbuch habe ich die Auftritte gelb markiert. Gestern hatte ich den 130. Auftritt und es werden noch einige dazukommen. Ganz besonders haben sich natürlich die Rosengartenfesttage bei meiner Krönung eingeprägt. Das war überwältigend. Aber die aufregendste Veranstaltung war das Festwochenende zum 750. Stadtjubiläum im vergangenen Jahr. Diese drei Tage, für mich waren es vier Tage, waren der absolute Höhepunkt. Aber jeder Auftritt hatte seinen besonderen Reiz. Was besonders schön an der zweijährigen Amtszeit war … ich konnte die Veranstaltungen im zweiten Jahr viel intensiver genießen. Ich wusste in etwa was auf mich zukommt und war gelassener.
hpf: „Eine kurze Zwischenfrage … wenn Du von einem Auftritt nach Hause kamst, hattest Du dann erst mal das Bedürfnis zu erzählen?“
Stefanie I. : „Ganz unterschiedlich. Manchmal war ich einfach nur noch müde und wollte schlafen, manchmal habe ich erzählt wie es war. Und wenn die Füße sehr müde waren habe ich mich in der Badewanne ausgestreckt und eine tolle Fußmassage von Hendrik genossen. Wenn ich erst sehr spät zu Hause ankam und Hendrik bereits zu Bett gegangen war, wartete ein Teller mit Leckereien auf mich und einem Zettel 'Guten Appetit mein Schatz, schlafe schön'. “

hpf: „Wie war es für Dich als Prinzgemahl im Schatten der Königin?“
Hendrik: „Ich bin damit sehr gut zurecht gekommen. Wir haben ja im Vorfeld der Bewerbung darüber gesprochen und die Entscheidung gemeinsam getroffen. Stefanie wusste, dass sie den nötigen Rückhalt hat und sich auf mich verlassen kann. Das ist doch in einer guten Beziehung selbstverständlich. Trifft man eine gemeinsame Entscheidung trifft, dann zieht man das durch. Wenn ich bei einem Termin dabei war, konnte ich Stefanie aus der Distanz beobachten. Merkte dann immer ganz genau, ob sie müde wurde, die Füße zu zwicken begannen oder ob sie sich rundum wohlfühlte.“
Stefanie I. mit einem Lachen: „.... wenn die Besucher Foto machen wollten war er der Taschenträger. Nicht nur Hendrik war eine große Unterstützung für mich, auch Martha und Gregor haben ihren Teil des Rückhaltes beigetragen. Martha achtete immer genau darauf, ob die Frisur und die Kleidung richtig war und ich auch nichts vergessen habe. War ja oft vor einem neuen Termin aufgeregt. Was den Rückhalt angeht gibt es in Forst noch eine Besonderheit, die tolle Unterstützung durch die Sponsoren. Das ist wohl etwas Einmaliges und ich möchte mich dafür an dieser Stelle recht herzlich bedanken.“

hpf: „Was rätst Du jungen Frauen, wenn sie darüber nachdenken, ob sie sich für das Amt bewerben sollen?“
Stefanie I.: „Sie sollen einfach den Mut dazu haben und es tun. Das Amt, wie übrigens jedes Ehrenamt, erfordert Engagement und Zeit, doch man bekommt so viel zurück. Man entwickelt sich weiter, lernt viele Menschen kennen … und falls man einmal 'stolpert' lernt man auch daraus. Der Rückhalt des Partners ist wichtig und erleichtert das Ehrenamt. Das muss vorher geklärt werden.“

hpf: „Waren die zwei Jahre so etwas wie ein Lebensabschnitt?“
Stefanie I.: „Ja, das war ein Lebensabschnitt auch für uns als Familie, den ich nicht missen möchte.“

hpf: „Fasse doch bitte die Zeit als Rosenkönigin in wenigen Stichworten zusammen ….“
Stefanie I.: „Das ist gar nicht so einfach ….. super, aufregend, spannend, vielseitig, lehrreich und manchmal anstrengend. Aber positiv anstrengend, eben positiver Stress.“
„... eine Idee habe ich noch für das Amt. Ich tanze sehr gerne und ein Rosenball, den die Rosenkönigin mit einem klassischen Tanz eröffnet, würde mir gefallen. Der Forster Hof bietet sich dafür ja an und so ein Ball kann auch außerhalb der Saison des Rosengartens stattfinden.“

hpf: Ich bedanke mich, dass Ihr Euch die Zeit für unserer Plauderei genommen habt und wünsche Euch einen wunderbaren gemeinsamen weiteren Lebensabschnitt.