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Astrid I. „Die Zeit als Rosenkönigin hat mein Selbstbewusstsein sehr geprägt.“ - Ein Rückblick nach 15 Jahren
Begegnungen - Veröffentlicht am 08.09.2016 19:03 von Helmut Fleischhauer

Heute traf ich mich mit Astrid Beer-Sist, besser bekannt als Astrid I., die 14. Forster Rosenkönigin, zu einem Plausch. Am 12. Mai 2001 wurde sie zur Forster Rosenkönigin gewählt Mit ihren 35 Jahren war sie wohl die älteste Rosenkönigin bei ihrem Amtsantritt. Am 23. Mai feierte sie ihren 36. Geburtstag und ein Jahr später, noch vor der Übergabe der Krone an ihre Nachfolgerin, ihren 37. Geburtstag.

Auch Hans-Rainer Engwicht war gekommen; warum, darüber später mehr.

Mich interessierte, wie sie ihre Zeit als Rosenkönigin so nach 15 Jahren im Rückblick sieht. Als sie mit ihrem Mann und zwei ihrer Kinder am Besucherzentrum ankam, stutzte ich. Ihre Kleid kam mir irgendwie bekannt vor.
Mit einem Schmunzeln sagte Astrid: „Ich habe mir das Kleid aus den gleichen Stoffen wie das damalige Kleid als Rosenkönigin hier in Forst schneidern lassen. Während meiner Zeit als Rosenkönigin habe ich meine große Liebe kennengelernt, bei unserer Hochzeit 2005 habe ich mir das Kleid von der Stadt ausgeliehen. Es hatte für mich immer eine besondere Bedeutung.“

„Astrid, was hat Dir persönlich die Zeit als Rosenkönigin gebracht“
„Selbstbewusstsein, ja besonders Selbstbewusstsein. Meine Auftritte begannen, als das Kleid noch nicht einmal genäht war. Bei Vereinen, Unternehmen … es müssen so gut 300 Auftritte in dem Jahr gewesen sein. Oft waren es 2 oder 3 Termine an einem Tag.
Wir hatten den Traum, unseren Traum zu leben und nicht nur davon zu träumen bis es zu spät ist. Heute leben wir unseren Traum. Meine Zeit als Rosenkönigin hat mir dabei sehr geholfen.“

Astrid, Hans-Rainer hat Dir das 'eingebrockt'. Hans-Rainer, Du bist ja sozusagen der 'Erfinder der Forster Rosenköniginnen. Wie kam es dazu?“
„Im Herbst 1987 war ich im Festkomitee anlässlich des 75. Jubiläums des Rosengartens. Es tauchte die Frage auf, ob wer eine ganz besondere Idee hätte. Mehr so im Scherz sagte ich 'Wir krönen eine Rosenkönigin'. Eine Königin galt ja als bürgerlich dekadent. Der Vorschlag wurde in der Partei diskutiert, der damalige Bürgermeister gab 'grünes Licht' und zu meiner Überraschung wurde der Vorschlag angenommen. Seither gibt es die Forster Rosenköniginnen.“

Astrid, was hat euch nach Nordnorwegen verschlagen?“
„Mein Mann arbeitete in Bayern, in der Schweiz und auch in Norwegen. In Norwegen habe ich ihn begleitet. Innerhalb von sechs Wochen haben wir uns entschieden und sind mit Kindern, Sack und Pack und Hund umgezogen.“

„Schon mal bereut?“
„Oh nein, wir hatten einen Traum und leben nun unseren Traum.“

„Apropos Traum, träumst Du in Deutsch oder Norwegisch. Wird dort wo ihr lebt Bokmål oder Nynorsk gesprochen? Ist Eure Familie mehrsprachig?“
„Ich träume mal in Deutsch und mal in Norwegisch, also in Bokmål. Die Kinder lernen in der Schule auch Englisch, zu Hause sprechen wir Deutsch. Wir sind also eine dreisprachige Familie.“

„Du hast ja 'Astrid's Oase' gegründet, Dein Paradies. Wenn nun Forschter mal die Mitternachtssonne oder Polarlichter erleben möchten, wie erreichen sie Dich?“
„Ganz einfach über meine Webseite www.astridsoase.no/."

Danke Dir Astrid. Ihr strahlt so eine innere Zufriedenheit aus. Man merkt, dass Ihr Euren Traum nicht nur träumt sondern lebt. Es war schön, dass ich Euch kennenlernen durfte. Passt gut auf Euch und Eure Träume auf ...“