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Rosenkönigin Elisabeth I.: „Ein Ehrenamt erfordert Zeit und Engagement, aber ich habe so viel zurückbekommen. Ich möchte diese Zeit nicht missen“
Begegnungen - Veröffentlicht am 12.06.2017 13:44 von Helmut Fleischhauer

Die Amtszeit der 26. Forster Rosenkönigin Elisabeth I. neigt sich dem Ende entgegen und am 23. Juni wird sie ihre Nachfolgerin bei den Rosengartenfesttagen krönen. Zeit für einen Rückblick auf ihre einjährige Amtszeit. Am Mittwoch, den 7. Juni, trafen wir uns im Rosenflair zu einer Plauderei. Begleitet wurde sie von ihrem Prinzgemahl Matti.

Helmut P. Fleischhauer: Elisabeth, eine Frage vorab. Ihr habt ja im vergangenen September geheiratet, wie heißt Du jetzt?
Elisabeth I.: Ich habe ganz klassisch den Namen meines Mannes angenommen und heiße nun Brusendorff

hpf: Wann habt Ihr Euch denn kennengelernt?
Elisabeth I.: (mit einem lächelnden Blick zu Matti) In der Schule; wir sind nun seit neun Jahren zusammen.

hpf: Was ist es für ein Gefühl, dass sich das Ende der Amtszeit nun nähert?
Elisabeth I.: Ich denke, es ging wohl allen Rosenköniginnen wie mir jetzt. Ich sehe dem Ende mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Ich freue mich über die Zeit als Rosenkönigin und ich freue mich auch darauf, meine würdige Nachfolgerin zu krönen.

hpf: Wie alt ist sie ?
Elisabeth I.: (mit einem Schmunzeln) Du bist zu neugierig …. aber das darf ich nicht sagen.

hpf: Matti, Du warst ja oft bei Elisabeths Auftritten dabei. Immer etwas abseits und im Hintergrund. Wie bist Du damit zurecht gekommen?
Matti: (mit einem vergnügten Lächeln) Hervorragend, ich wusste doch, was auf mich zukommt und bin stolz auf Elisabeth. Es war für mich überhaupt kein Problem, wenn mir gesagt wurde, ich möge doch aus dem Bild gehen.
Elisabeth I.: Es war schön, Matti dabei zu haben. Wenn er nicht dabei sein konnte, ist oft eine Freundin mitgekommen. Ich hatte ja immer einige Dinge dabei, die auf den vielen Fotos gestört hätten.

hpf: Noch eine Frage an Dich, Matti. wenn Du nicht dabei sein konntest, wie war es, wenn Elisabeth nach Hause kam. Hat sie gleich erzählt, hast Du gefragt wie es war?
Matti: Elisabeth hat immer gleich erzählt, was sie erlebt hat. Ich brauchte nicht zu fragen. Egal ob sie müde war oder nicht so sehr. Ich war ja auch neugierig. Es gehört doch zu einer guten Beziehung zu erzählen und zuzuhören.

hpf: Wie hat das mit Deinem Arbeitgeber geklappt, wenn Du tagsüber Termine hattest?
Elisabeth I.:Die Absprachen waren sehr gut. Allerdings bekam ich nicht einfach so frei. Die Zeit für meine Auftritte als Rosenkönigin habe ich mit Überstunden ausgeglichen oder ich habe Urlaub genommen. Sonst wäre es ja gegenüber meinen Kolleginnen und Kollegen nicht fair gewesen.

hpf: Was waren die Höhepunkte Deiner bisherigen Zeit als Rosenkönigin? Was war herausragend, was positiv und was nicht so positiv?
Elisabeth I.: Das ist schwer zu sagen, es gab so viele spannende Auftritte, die alle ihren besonderen Reiz hatten. Unvergesslich bleiben natürlich die Krönung und die Rosengartenfesttage. Negative Erlebnisse gab es nicht, ich musste nur hin und wieder Manchen klarmachen, dass mein Körbchen mit Autogrammkarten und Informationen kein Selbstbedienungladen ist. Na ja, die Hitze war manchmal sehr anstrengend ….

hpf: … und wie war es dann mit dem Kleid an solch heißen Tagen wenn am nächsten Tag wieder ein Auftritt auf dem Programm stand?
Elisabeth I.:Da reichte die Zeit für die Reinigung nicht. Ich hatte gefragt, ob ich das Kleid mal von Hand waschen darf. Wegen der besonderen Spitze wurde mir aber abgeraten.
Es gibt ein besonders lustiges Erlebnis. Bei der Grünen Woche traf ich jemanden aus Sangerhausen Er sagte mir, ich könne gar nicht Rosenkönigin sein. Die echte Rosenkönigin gäbe es nur in Sangerhausen, ich könne bestenfalls eine Rosenprinzessin sein. Auf meine Frage, ob er jemals den Ostdeutschen Rosengarten besucht habe, verneinte er

hpf: Offenbar weiß er nicht, dass es zumindest im Osten Deutschlands bereits 1988 die 1. Forster Rosenkönigin gab, in Sangerhausen gab es sie erst ein paar Jahre später
Eine andere Frage, was hat Dir die Amtszeit gebracht?

Elisabeth I.: Matti war immer der mit dem stärkeren Selbstbewusstsein. Bei mir hat sich das erst nach dem Studium und in meinem Beruf entwickelt. Während des Jahres mit den etwa 60 Auftritten habe ich viele Menschen kennenlernen dürfen, es haben sich neue Freundschaften ergeben und es hat meinem Selbstbewusstsein sehr gut getan. Es war eine tolle und spannende Zeit. Ein Ehrenamt erfordert viel Zeit und Engagement, aber ich habe so viel zurückbekommen. Ich möchte diese Zeit nicht missen.
Noch etwas möchte ich erwähnen. Ich habe ja auch im Laufe des Jahres andere Hoheiten kennengelernt. Die Unterstützung der Forster Rosenkönigin durch Sponsoren und die Stadt ist etwas ganz Besonderes. Ein ganz großes Dankeschön an all die, die sich engagiert haben.

hpf: Das war ein schönes Schlusswort. Danke, dass Ihr Euch die Zeit für unsere Plauderei genommen habt. Euch eine schöne Zeit und wunderbare gemeinsame Jahre

Foto 2: Die Krönung von Elisabeth I. durch Stefanie I.
Foto 3: Bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft der Steher
Foto 4: Der erste Tag nach ihrer Krönung