Begegnungen - Gedanken - Erlebnisse   
Stephanie II.: Ich liebe die Natur und die Königin der Blumen, die Rose
Begegnungen - Veröffentlicht am 04.07.2018 14:53 von Helmut Fleischhauer

Elf Tage waren seit der Krönung von Stephanie Kochan zur 28. Forster Rosenkönigin Stephanie II. vergangen, als wir uns gestern zu einem ersten Gespräch trafen. Die attraktive 34-Jährige kam zu unserem Termin mit einem natürlich strahlenden Lächeln und sichtlich gut gelaunt. Da ich in diesem Jahr nicht bei den Rosengartenfesttagen dabei sein und auch ihre Krönung nicht erleben konnte, interessierte mich natürlich, wer die neue Rosenkönigin ist, die nun ein Jahr lang als Botschafterin für den Ostdeutschen Rosengarten und die Stadt Forst (Lausitz) ist.

Helmut P. Fleischhauer: Stephanie, wie war die Zeit direkt vor der Krönung für dich?
Stephanie II.: Die letzten zwei Minuten waren die anstrengendste Zeit. Tausend Dinge gingen mir durch den Kopf. Was ist, wenn ich stolper, was, wenn ich den Text vergesse, was, wenn ich wegen der Aufregung ohnmächtig werde? So ein Lampenfieber hatte ich noch nie. Dann ging es auf die Bühne, die Anspannung fiel ab und alles wurde gut. Der Text war da, ich bin nicht ohnmächtig geworden und auch nicht gestolpert.

hpf: Wie kam es überhaupt zur Bewerbung?
Stephanie II.: Mein Mann war bei einer Veranstaltung, auf der der damals stellvertretend amtierende Bürgermeister Jens Handreck für eine Bewerbung für das Amt der Rosenkönigin geworben hatte. Nach dieser Veranstaltung hat mein Mann mir das vorgeschlagen und mir gesagt, ich könne das bestimmt sehr gut. Sehr lange habe ich überlegt und dann mit Angela Stadach gesprochen und mir alles erklären lassen. Dann galt es noch abzuwägen, wie ich das Amt der Rosenkönigin und Mama von zwei Töchtern vereinbaren kann. Der wichtigste Rückhalt ist mein Mann, auf ihn kann ich mich immer verlassen. Danach habe ich mich für die Bewerbung entschieden.

hpf: Wer wusste davon und wie war die Vorbereitungszeit mit dem Verheimlichen? Du hast ja zwei vermutlich neugierige Töchter.
Stephanie II.: Nur mein Mann wusste davon. Das war eine spannende Zeit. Die beiden Mädchen Emma (6) und Leonie (11) haben natürlich gefragt, warum Mama nun den dritten Abend in der Woche nicht da ist. Da mussten wir sozusagen 'kreativ' sein. Dann war das Kleid fertig und ich hatte die schwierige Aufgabe, es zu Hause vor den beiden neugierigen Mädchen sicher zu verstecken.

hpf: Wie haben sie bei deiner Krönung reagiert?
Stephanie II.: Bei der Krönung konnten wir meine Eltern, die Schwiegereltern und Geschwister dazu bewegen, zu der Veranstaltung zu gehen. Als ich auf die Bühne ging, hat Emma die Hand meiner Schwester genommen und wollte auf die Bühne rennen, Leonie hat mich zuerst überhaupt nicht erkannt. Als ihr gesagt wurde, die neue Rosenkönigin sei ihre Mama, sind wohl Freudentränen geflossen. Es ist ganz seltsam, die Erinnerung an die Zeit vom Betreten der Bühne und dem Verlassen über die Treppe fehlt mir fast vollständig. Das muss die Aufregung gewesen sein. Ich denke, wenn ich die Fotos der Krönung sehe, kommt das alles wieder zurück.

hpf: Hast du vorher die Rosengartenfesttage besucht? Wie waren für dich die Rosengartenfesttage nach der Krönung?
Stephanie II.: Die Rosengartenfesttage habe ich oft besucht. Ich liebe den Ostdeutschen Rosengarten. In diesem Jahr war es völlig anders. Während der Festtage war es sehr schwierig, von den Bühnen bis in den Rosenpark zu kommen. Das hat schon mal zwei Stunden gedauert. Ich weiß wirklich nicht, wie viele Menschen Fotos von mir gemacht haben.
Trotz des nicht gerade kooperativen Wetters waren gut 11.000 Besucher während der Festtage im Ostdeutschen Rosengarten. Ein tolles Ergebnis und besser als vor zwei Jahren, als es so extrem heiß war. Es war ein tolles Programm und für alle Altersgruppen war etwas dabei.

hpf: Wie viele Auftritte hattest du seit der Krönung?
Stephanie II.: Am Samstag war ich bei der Eröffnung „Tag des offenen Unternehmens“ und am Sonntag im Rad- und Reitstadion zur Eröffnung des Radsportevents und natürlich bei den Siegerehrungen.

hpf: Wie sieht es mit kommenden Terminen aus? Wo möchtest du gerne dabei sein?
Stephanie II.: Ganz oben steht die „Grüne Woche“, die wollte ich schon immer mal besuchen. Das hat bisher leider nicht geklappt. Es ist immer davon abhängig, ob wichtigere Termine das duchkreuzen. Spannend sind bestimmt auch Termine, bei denen andere Hoheiten teilnehmen. Die anstehenden nächsten Termine bespreche ich nach unserem Gepräch mit Angela Stadach. Der nächste Termin steht bereits fest. Vom 13. bis 15. Juli bin ich mit dem „Förderverein Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz) 1913 e.V.“ zum 150. Jubiläum der ersten deutschen Rosenschule und beim Rosenkorso in Steinfurth.

hpf: Da sind wir ja gemeinsam unterwegs. Als Mitglied der Förderverein bin ich auch dabei. Was ist es für ein Gefühl, vor Menschen sprechen zu müssen?
Stephanie II.: Ich komme aus dem Hotelgewerbe und hatte deshalb immer mit Menschen zu tun. Ob ich nun an der Rezeption arbeitete oder sonstwo im Hotel, immer hatte ich es mit den Gästen zu tun. Vor Menschen zu sprechen ist etwas anders, es fällt mir aber nicht besonders schwer.

hpf: Nun noch zwei ganz andere Fragen. Verrate bitte deine Hobbys und deine Lieblingsurlaubsregion.
Stephanie II.: Ich backe leidenschaftlich gerne, wir haben einen großen Garten, in dem die Kinder toben können und machen oft mit ihnen Spaziergänge durch den Wald. Sie sollen die Natur kennen und lieben lernen. Das ist uns wichtig. Als Urlaubsziel mag ich Schweden, ganz besonders Nordsschweden mit der Weite der Natur. Norwegen und Finnland möchte ebenfalls ich gerne besuchen, das klappt auch noch. Der warme und heiße Süden Europas liegt mir nicht so.

hpf: Es war schön, mit dir so locker plaudern zu dürfen. Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit als Botschafterin des Ostdeutschen Rosengartens und der Stadt Forst (Lausitz), aufregende Erlebnisse und das Beste für dich und deine Familie.
Danke Stephanie.