Begegnungen - Gedanken - Erlebnisse   
Stiller Kampf auf den Blättern
Gedanken - Veröffentlicht am 23.04.2014 16:25 von Helmut Fleischhauer

Heute sah ich, dass die Kartoffelrosen vor dem Haus kräftig Knospen bilden. Einige zeigen bereits das tiefe Rot der kommenden Blüten.
Verwundert war ich über die bereits ansehnliche Zahl der Marienkäfer. Der Grund war schnell gefunden. An so manchen frischen Trieben waren Blattläuse bei ihrer für die Rosenstöcke zerstörerischen Arbeit, Planzensaft saugen. Die Blattläuse sind wiederum die begehrteste Beute der Marienkäfer.
Aber ganz so einfach ist es für die gepunkteten, als Glückssymbole verehrten, kleinen Käfer nicht.
Ameisen 'kitzeln' Blattläuse und sammeln das dann abgesonderte süße Sekret ein. Ihnen gefällt es überhaupt nicht, wenn Marienkäfer diese süße Quelle einfach so fressen.
Also werden 'ihre' Blattläuse vehement verteidigt. Die kleinen Käfer sind gut durch ihre Deckflügel geschützt.
Mit vereinten Kräften schaffen es die Ameisen aber immer wieder, Marienkäfer von den Stängeln und Blättern zu stossen oder sie gar zu töten.
Die Natur ist so vielfältig und alles ist sorgfältig aufeinander abgestimmt und im Gleichgewicht.
Nur wenn wir Menschen in der Annahme, wie seien die Herren über die Natur, eingreifen, gerät das filigrane Gleichgewicht aus den Fugen.