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Gedanken zu Weihnachten 2015
Gedanken - Veröffentlicht am 20.12.2015 17:15 von Helmut Fleischhauer

Alle Jahre wieder beginnt zu Weihnachten wie zu anderen Festtagen die Werbeschlacht. Die Menschen sollen animiert werden, möglichst viele Dinge zu verschenken und natürlich vermeintliche Luxusspeisen aufzutischen. Und prompt verfallen viele Menschen in einen wahren Kaufrausch.
Lamm aus Neuseeland, Steaks aus Argentinien, Äpfel und Wein aus Chile oder Kalifornien, Spielzeug aus China, Spargel und Erdbeeren aus Gewächshäusern in Spanien, in denen Flüchtlinge illegal zu einem Hungerlohn arbeiten. Die angesagtesten Klamotten der Modeketten, die in Bangladesch zu für die Arbeiterinnen erbärmlichen Bedingungen hergestellt werden. Ich könnte diese Auflistung noch um viele Zeilen ergänzen. Aber darum geht es nicht.
Ich gehöre zu den Verweigerern der verlockenden Werbebotschaften. Ich mag Spargel und Erdbeeren während der Saison aber nicht im Winter. Ich brauche kein Lammfleisch aus Neuseeland oder Wein aus Chile. Regionale Produkte schmecken hervorragend und müssen nicht um die halbe Welt transportiert werden.
Wir haben in meiner Familie und im Freundeskreis das Hin- und Hergeschenke schon lange ersatzlos gestrichen. Wenn meine Kinder mir Päckchen mit selbstgebackenen Plätzchen schicken sind das für mich wunderbare Gesten mit Herz.
Weihnachten .. was ist davon geblieben?
Die Botschaft der Nächstenliebe? Dann lasst es die wissen, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten. Kauft weniger unsinnige Produkte und gebt etwas ab.

Meine Gedanken zu Religionen. Wer welcher Religion zugetan ist ist für mich völlig ohne Bedeutung. In jungen Jahren habe ich mich intensiv mit Religionen beschäftigt und endlos diskutiert. Mit Christen jeglicher Coleur, Muslimen, Juden, Hindus, Buddhisten, Jainas, Kopten etc. Wirkliche Unterschiede konnte ich letztendlich nicht ergründen. Die Namen des Gottes mögen unterschiedlich sein oder es gibt Namen für viele Göttinnen und Götter. Macht es wirklich einen Unterschied, ist es ein Unterschied? Und wenn Atheisten ihrer persönlichen Ethik folgen, respektiere ich sie. Für mich ist es tatsächlich so einfach.

Wir alle leben auf dieser einen Welt und müssen sie uns teilen. Wenn wir gegenseitigen Respekt lernen und lehren wird es eine bessere Welt ohne Kriege. Für uns alle.

Foto: Gloria Dei / Peace (Frieden) - Meilland, 1945