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Stadionsprecher auf Abschiedstour: Forster Frank Schneider hört auf
Gedanken - Veröffentlicht am 30.08.2017 12:46 von Helmut Fleischhauer

Forst/Erfurt. Frank Schneider wird seine Karriere als Stadionsprecher bei Steher- und
Dernyrennen beenden. Nach über 30 Jahren im Radsport ist es für den 39-jährigen
Forster an der Zeit, neue Wege zu gehen.

Mit neun Jahren kam Schneider zum Radsport. Als kleiner Junge meldeten ihn seine
Eltern bei Dynamo Forst an und seitdem gehörte der Radsport zu seinem Leben.
Fasziniert war er von den Steherrennen, zu denen sein Vater ihn stets mitnahm. Als
Radrennfahrer verbrachte er seine Jugend in Forst, kurze Zeit an der Sportschule in
Cottbus und anschließend beim Berliner Traditionsverein, den Zehlendorfer Eichhörnchen.
Seitdem fuhr Schneider dann ab dem 18. Lebensjahr Steherrennen, gemeinsam mit
seinem Freund, dem Forster und ehemaligen Deutschen Steher-Meister, Marcel Möbus.
Der ganz große Durchbruch als Steherfahrer blieb Schneider verwehrt, jedoch kann er auf
einige Erfolge im internationalen Stehersport zurückschauen.

Seinen Bekanntheitsgrad über die Grenzen seiner Heimatstadt Forst hinaus, konnte Frank
Schneider ab dem Jahr 2005 ausbauen. Dort moderierte er erstmals den Großen
Pfingstpreis von Forst und anschließend auf fast allen bekannten Radrennbahnen in
Deutschland die ganz großen Rennen, unter anderem in Erfurt, Chemnitz, Nürnberg,
Heidenau, Hannover und im Berliner Velodrom, wo er als Sprecher der Steherrennen auch
beim Sechstagerennen im Einsatz war.

Seine Lieblingsbahn war jedoch immer Forst, wo Frank Schneider auch als Sportlicher
Leiter mit Herz die Steherrennen mitorganisierte und für die Verpflichtungen der
Stehergespanne zuständig war. Höhepunkte waren insgesamt fünf Europameisterschaften
und zahlreiche Deutsche Meisterschaften, denen Schneider seine Stimme gab.

Nun soll Schluss sein, Frank Schneider hat beschlossen andere Wege zu gehen. «Ich
blicke auf eine wunderbare Zeit zurück, ich hatte mit diesem Sport viele schöne Momente
und habe tolle Leute aus vielen Ländern kennengelernt. Alles hat jedoch seine Zeit. Ich
war 30 Jahre lang im Radsport unterwegs und möchte nun auch mal ein paar andere
Dinge ausprobieren, dazu darf meine kleine Familie natürlich nicht zu kurz kommen»,
erklärt Schneider. «Das Beste am ganzen Stehersport ist und bleibt das Forster Publikum,
ihm haben wir Steher aus Forst und auch ich persönlich alles zu verdanken. Ich hoffe das
bleibt auch weiterhin so.»

In Erfurt wird Frank Schneider bereits am 15. September das letzte Rennen als
Rennbahnsprecher moderieren, in Forst soll es der Pfingstpreis 2018 sein, da wo alles
begonnen hat.

Quelle und Foto: Karin Menzel, Polizeisportverein 1893 Forst e.V.