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Sonnenaufgang an der Neiße
Erlebnisse - Veröffentlicht am 18.08.2013 09:15 von Helmut Fleischhauer

Es ist noch gut vor sechs in der Früh. Sieht nach einem wunderbaren Sonnenaufgang aus und den möchte ich an der Neiße erleben.
Also fix herrichten und anziehen, das Fahrrad aus dem Keller und los. Frühstücken kann ich auch wenn ich zurück bin.
Noch ist der Nebel etwas frisch. Es sind nur so zwei Kilometer bis zu der Stelle, an der ich kurz vor dem Grenzübergang nach Polen bei Forst/Sacro auf den Oder-Neiße-Radweg fahren kann. Kaum bin ich auf dem Oder-Neiße-Radweg beginnt die Sonne, sich durch die über dem Fluß wabernden Schwaden zu kämpfen.
Fahre ich Richtung Süden, möchte ganz schnell zu einer ganz bestimmten Stelle an der Neiße.
Auf dem Weg dorthin steige ich zwischendurch ab um Fotos des lebensspendenden Glutballes zu machen, der über dem Horizont aufsteigt.
Nur zwei Menschen mit ihren Hunden treffe ich. Sie rufen ihre Hunde zu sich, ich fahre ganz langsam, wir begrüssen uns freundlich. Genug Platz für uns alle auf dem Radweg. Der Schlüssel zum Zusammenleben ist gegenseitiger Respekt und Höflichkeit.

Nun bin an meinem Zwischenziel und halte an. Der orangefarbene Glutball zeigt sich mit Macht und jagt die Schwaden über dem Fluß fort. Ein wunderbares Schauspiel.
Fahre weiter bis zum Ostdeutschen Rosengarten.

In diesem Jahr ist das 100-jährige Jubiläum des Ostdeutschen Rosengarten in Forst (Lausitz). In diesem Jahr ist alles etwas anders. Die Security-Mitarbeiter am Eingang warten auf die Ablösung. 12 Stunden sind eine lange und anstrengende Schicht. Wir kennen uns, bin ja jeden Tag mit der Kamera im Rosengarten; halte an und wir plaudern ein wenig.

Zurück nach Hause, der Magen meldet sich. Es waren nur so 20km mit dem Rad, aber es war schön. Der wunderbare Sonnenaufgang und auch der Plausch mit den Leuten am Rosengarten .. Morgen steht die gleiche Runde auf dem Programm.