Begegnungen - Gedanken - Erlebnisse   
Zuerst die Stille der Natur und dann die Schönheit von 15.000 Blumen
Erlebnisse - Veröffentlicht am 19.04.2014 16:08 von Helmut Fleischhauer

Gestern war ein verregneter und ungemütlicher Karfreitag. Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute, verabschiedete ich mich spontan von meinem Vorhaben, eine Radtour zu unternehmen.
Heute früh vertrieb die Sonne recht schnell die grauen Wolken und machte Platz für einen strahlend blauen Himmel.
Also habe ich den Plan des Vortages sofort nachgeholt. Kamera in die kleine Gepäcktasche und los. Der Landkreis Spree-Neiße verfügt über ein ausgezeichnetes Radwegenetz, viele der Wege sind abseits der Straßen. Heute habe ich den Radweg von Forst (Lausitz) über Klein Jamno nach Gosda erkundet. Von Jamno aus führt er durch märkischen Kiefernwald, einige Abschitte verlaufen schnurgerade. An manchen Stellen haben die Wurzeln der Bäume den Teer angehoben und in eine Holperpiste verwandelt.
Direkt neben dem Weg sind bis in den Wald hinein die Spuren der Wildschweine zu sehen. Da müssen so manche Rotten den Waldboden durchwühlt haben. Begegnen möchte ich einem verärgerten Keiler nicht. Er wäre allemal schneller als ich auf dem Rad.
Nur einer Spaziergängerin mit ihren Hunden und einem Radfahrer begegne ich zwischen Jamno und Gosda. Für ein Lächeln und einen freundlichen Gruß reicht die kurze Zeit unserer Begegnung allemal.
Von Gosda in Richtung Weißagker Erinnerungstätte gibt es keinen separaten Radweg, aber die Straße ist nicht sehr stark befahren. Die Steigung ist moderat, zieht sich aber hin.
An der Gedenkstätte Weißagk gibt es zwei Alternativen. Auf dem Radweg durch den Wald nach Briesnig und von dort auf der Oder-Neiße Radweg zurück nach Forst (Lausitz).
Ich entscheide mich für den kürzeren Weg über Mulknitz. Schließlich möchte ich noch einen anderen Besuch machen. Zuerst geht es leicht bergab. Mit ein wenig Treten in die Pedalen geht es so mit 30 km/h durch den Wald 'gen Mulknitz.
Wieder zu Hause angekommen greife ich erst einmal zu einem Glas Wasser. Hatte vergessen welches mitzunehmen.

Eine kleine Pause. Aber die Sonne lockt und 15.000 Frühblüher warten im Ostdeutschen Rosengarten. Also los, diesmal aber nicht mit dem Rad.
In den vergangenen Tagen ist das Grün der Bäume förmlich explodiert und die Rosenstöcke treiben wie wild. Knospen haben sie noch nicht. Wird aber. Die Beete mit den 15.000 gepflanzten Frühblühern sind eine Pracht. Die Bänke gegenüber laden zu einer Pause ein. Es sind nur wenige Besucher im Ostdeutschen Rosengarten. So kurz nach Mittag ist es wohl noch zu früh.

Was für ein wunderbarer Tag.