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Die Natur ist ständig in Bereitschaft, sich alles wieder zurückzuholen
Erlebnisse - Veröffentlicht am 10.08.2017 15:24 von Helmut Fleischhauer


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Heute hatte ich die Gelegenheit, die Solaranlage auf dem Gelände des ehemaligen Elt-Werkes zu besuchen. Jedes Jahr steht ein mal der Rückschnitt der neu gewachsenen noch kleinen Bäume, der Sträucher und das Mulchen des Grases und der vielen Kräuter auf dem Programm.
Kaum kehrt der Mensch den Rücken, schon macht sich die Natur daran, alles wieder zu erobern.
Ich war erstaunt, wie groß die Birken, Kastanien, Ahorn, Pappel, Erlen und weitere Bäume in einem Jahr gewachsen sind. Besonders der Silberahorn hatte sich an so manchen Stellen bereits zwischen den Solarpaneelen durchgequetscht ... dem Licht entgegen.
Brusthohes Gras, eine Vielzahl von unterschiedlichsten Kräutern, Brombeeren, Blumen, wilder Wein .. all das kämpft um den besten Platz. Die Natur ist rücksichtslos, jedes Bäumchen möchte schneller wachsen und den besten Platz auf dem Weg zum Licht verteidigen. Nur der Stärkste überlebt.
Die Samen haben der Wind oder die Vögel gebracht. Der Bewuchs ist recht unterschiedlich je nach Bodenbeschaffenheit. Aber auch an den Stellen, an denen noch Kohle liegt, haben sich bestimmte Pflanzen ansiedeln können.

Nicht nur Pflanzen sind zurückgekehrt, die vielen Wildblumen bieten Nahrung für eine Vielzahl von Insekten, die Beerenfrüchte Nahrung für Vögel und die achtbeinigen Insektenjäger gehen mit ihren Netzen oder Fangfäden auf Beutefang. Der zappelnde Falter bei seinem letzten und hoffnungslosen Kampf mag ein grausames Bild sein, aber die Spinne, die noch etwas wartet, möchte ebenfalls überleben. Auch Füchse gibt es hier auf der Jagd nach Mäusen.

Ohne den Eingriff des Menschen wäre die Solaranlage nach vier bis fünf Jahren überwuchert und unbrauchbar.

Schon lange habe ich nicht mehr so viel Grashüpfer gesehen, bei jedem Schritt flüchteten gleich dutzende dieser kleinen Weitspringer.

Alternative Energie und gleichzeitig ein Refugium für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren hat auf dem Gelände eine neue Heimat gefunden.